Über uns

Zahlreiche körperliche und psychische Erkrankungen, darunter HIV/AIDS, Schizophrenie, Depressionen und Adipositas, sind mit einem Stigma belegt. Dieses umfasst negative Stereotypen und Vorurteile, z. B. Zuschreibungen von Schuld oder Inkompetenz, die bis zu tatsächlichen Benachteiligungen in einer Vielzahl von Lebensbereichen führen können. Die Stigmatisierten selbst haben die Tendenz, das Stigma anzunehmen: Es vermindert ihren Selbstwert, verstärkt psychisches Leid und führt dazu, dass die Betroffenen aufgeben und beispielsweise wenig Bewältigung ihrer Krankheit zeigen. Stigmatisierung macht auch vor dem Gesundheitswesen nicht halt und kann Auswirkungen auf Prävention und Behandlung haben.

Bei steigenden Prävalenzraten ist die Adipositas mit dem gesellschaftlich wohl am meisten akzeptierten Stigma belegt. Die beschriebenen negativen Konsequenzen treffen adipöse Menschen deutlich und erschweren Prävention und Behandlung. Ziel dieser Website ist es daher, wissenschaftlich über die Adipositas, das Adipositasstigma und stigmareduzierende Ansätze zu informieren. Die Website richtet sich an die Fachöffentlichkeit sowie an Interessierte und Betroffene.

Diese Website ist im Rahmen des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) AdipositasErkrankungen aus einem "Praxisseminar Stigma und Krankheit" an der Universitätsmedizin Leipzig unter der Leitung von Prof. Dr. Anja Hilbert im Sommersemester 2012 entstanden. Den Studierenden sei an dieser Stelle für ihre Mitwirkung, Ideen und Kreativität herzlich gedankt. Die Inhalte wurden weiter redigiert und ergänzt von Dr. Almut Rudolph und Cand.-Psych. Nora Mehl.

Leipzig im Oktober 2012

Prof. Dr. Anja Hilbert
Professur für Verhaltensmedizin